Trassenband

Als Trassenband oder Trassenwarnband

wird ein PE-Folienband bezeichnet, das zum Schutz von Erdkabeln oder Rohren und Rohrleitungen dient. Trassenbänder werden oberhalb der zu schützenden Materialien verlegt und mit vergraben.

Das Trassenband gibt es, je nach Anwendungsbedarf, in diversen Breiten, Längen, Grundfarben (gelb, blau, rot, grün) und Aufdrucktexten, die darauf hinweisen, welche Leitungsart verlegt wurde (z. B. „Achtung Starkstromkabel“, „Achtung Wasserleitung“ usw.). Bereits anhand der Farbe des Trassenbandes lässt sich erkennen, welche Art der Leitung darunter liegt: Erdkabel und Gasleitungen werden mit rotem oder gelbem, Trinkwasserleitungen mit blauem und Ab- und Regenwasserleitungen mit grünem Band markiert.

In Deutschland ist es vorgeschrieben, erdverlegte Leitungen mit Trassenband exakt zu kennzeichnen, um den Schutz vor Beschädigungen zu erhöhen.

Der Gedanke ist, daß der Baggerfahrer oder Bauarbeiter bei Erdarbeiten zunächst auf das Band stößt und somit gewarnt, dass sich an dieser Stelle eine Leitung oder ein Kabel befindet. Alternativ werden auch detektierbare Trassenbänder (Ortungsbänder) genutzt, die auf grund einer Metalleinlage mit Hilfe elektronischer Anzeigegeräte vor Beginn einer Baumaßnahme geortet werden können und es ermöglichen, den Verlauf einer Leitung ohne Grabarbeiten zu ermitteln.

Verlegetiefe von Trassenwarnbändern ca. 20 bis 40cm über den nachfolgend genannten Einbautiefen:

  • Stromleitung zw. 0,6 und 1,6m
  • Gasleitungen 0,6m
  • Wasserleitungen 1,0 bis 1,8m
  • Abwasserleitungen 1,3 bis 2,0m
  • Signalanlagen 0,5 bis 1,1m
  • Fernwärme 1,2m
  • Produktleitungen (Chemikalien, Gas, Kraftstoffe, Öle) je nach Produkttyp, Leitungsmaterial und Belastung

In Deutschland entstehen jährlich Kosten in Millionenhöhe, wenn bei Bauarbeiten Leitungen beschädigt werden und dadurch Wohn- oder Industriegebiete plötzlich ohne Wasser- oder Stromversorgung sind. Beschaffenheit und Aussehen der Trassenbänder sind in EU-Richtlinien vorgeschrieben.

Empfehlungen für Bauherren und Auftraggeber (Quelle: BG Bau – Broschüre DGUV Information 203-017 – Stand Febr. 2019)

Unfälle und Schäden während der Durchführung von Baumaßnahmen zu vermeiden liegt im gemeinsamen Interesse von Auftragnehmern, Betreibern und Bauherren. Um dieses Ziel zu erreichen, sollten die nachfolgenden Hinweise beachtet werden:

• Bei Neu- und Wiederverlegung von Leitungen sollten Trassenwarnbänder verlegt werden.
• Trassenwarnbänder sind in ausreichend großem Abstand über und neben der Leitung einzubauen.
• Nichtmetallische Leitungen sollten nach Möglichkeit mit Ortungseinrichtungen versehen werden.
• Detektierbare Trassenwarnbänder mit hoher Reißfestigkeit bei gleichzeitig relativ geringer Bruchdehnung gemäß DIN 54841-3 sind zu bevorzugen.
• Bei Unterschreiten der Regelverlegetiefe nach E DIN 1998 sind zusätzliche Schutzmaßnahmen festzulegen.
• Das Herstellen von Suchschlitzen von Hand (Handaushub) ist explizit im Leistungsverzeichnis zu beschreiben. Diese Arbeiten können als eigene Position aufgenommen werden oder in anderen Leistungspositionen, die Erdarbeiten beschreiben, enthalten sein.
• Die dem Auftragnehmer von den Leitungsbetreibern zur Verfügung zu stellenden Leitungspläne müssen aktuell und vollständig sein.

 

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